Noch ein nicht so ganz geheimer Geheimtipp für Vancouver – Die Heimreise und ein Resümee zu Kanada

 

Ihr Lieben, das Jahr 2016 ist rum und wir haben hier nichts mehr von uns hören lassen. Trotzdem will ich noch einen letzten Beitrag zu Kanada schreiben. Einerseits, um euch noch ein geniales Diner vorzustellen und andererseits, um Kanada auch nach der langen Zeit abzuschließen.

 

LUCY’S

Während unseres Aufenthalts in Vancouver haben wir ein kleines aber feines Diner entdeckt. Lucy’s Eastside Diner. Dort habe ich den bisher besten Burger meines Lebens gegessen Den „The Marshalls Grant“ für 13CAD inkl. Pommes.

Der Burger war einfach ein Traum aus knusprig-weichem Bun, zwei leckerem saftigen Fleisch-Patties und genial-fruchtig-würziger Sauce. Garniert war das ganze mit frischen selbstgemachten Röstzwiebeln, Käse und – dem Clou – einem Spiegelei. Außerdem war der Burger wirklich riesig und schon als er vor mir auf dem Teller lag wusste ich, dass es ein absoluter Genuss werden würde.

Aber seht selbst 🙂

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Außer genialen Burgern gibt es bei Lucy’s noch ebenso geniale Milkshakes, die ebenfalls frisch hergestellt werden. Entweder man entscheidet sich für einen fertigen Shake oder man kann seinen individuellen Liebslings-Shake mit einer eigenen Zusammenstellung aussuchen.

Lucy's Milkshakes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer mutig und vor allem hungrig genug ist, kann sich der „Uncle Grants eating Challenge“ stellen und Ruhm und Ehre ernten.

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Als wir dort waren wurden wir von den beiden entzückenden Ladys bedient, die uns sofort wiedererkannt haben. Da eine der beiden (leider habe ich den Zettel mit den Namen nun doch verloren) auch schon einmal in Deutschland war, haben sie uns direkt ins Herz geschlossen. Und wir sie.

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ImpressionenImpressionen

 

Lucy’s findet ihr hier: www.facebook.com/pg/lucyseastsidediner oder hier: http://www.lucyseastsidediner.com/

 

ENTSCHEIDUNG ZUR HEIMREISE

Wir ihr wisst sind wir seit Ende März 2016 wieder in Deutschland. Sicher fragt ihr euch warum wir uns entschieden haben so viel früher zurück nach Deutschland zu gehen.

Das hatte natürlich einerseits persönliche Gründ, andererseits war es aber auch so, dass Kanada gerade im Winter extrem teuer ist. Nahezu alle Lebensmittel wie Obst und Gemüse werden importiert, was die Preise extrem in die Höhe treibt. Dass Fernie zudem zu einem beliebten Wintersportort gehört und viele Touristen und andere Working-Holiday-Reisende anzieht macht auch die Wohnungssuche schwierig. Und die Wohnungen ebenfalls extrem teuer. Wir haben z.B. nach langer Suche und teils übernachten im Camper und später in einem Zimmer unseres Freundes Sam in der Powder Mountain Lodge erhältnismäßig günstig gewohnt. Ein Zimmer in einer herunter gekommen Wohnung, in dem sich das Fenster nicht mehr schließen lies kostete uns umgerechnet 500€. Für unsere eigene Wohnung in Deutschland zahlen wir 450€, zum Vergleich.

Hinzu kam, dass Markus‘ Aussicht auf ein Arbeitsvisum sich immer weiter verschlechterten. Während ich mein Visum noch nach dem First-come first-serve Prinzip erhalten habe musste Markus darauf warten, eingeladen zu werden und dann zu den glücklichen Gewinnern zu gehören. Der Prozess zog sich ewig hin und ständig wurden die Bedingungen geändert. Zum Schluss war es so, dass nur noch Bewerber, die sich über Agenturen beworben haben, eingeladen werden. Diese 2.000€ extra wollten wir dann aber nicht in Kauf nehmen.

Schlussendlich hätte ich Vollzeit arbeiten müssen um unsere Kosten zu decken, während Markus nichts tun konnte. Natürlich hätten wir auch über Woofing o.ä. nachdenken können, aber letztendlich haben wir uns dann entschieden, früher als geplant wieder nach Deutschland zu gehen.

 

RESÜMEE

Kanada ist wirklich ein wundervolles Land. Die Kanadier sind, wie ihr Ruf ihnen vorauseilt, unheimlich nett und offen und hilfsbereit aber dabei auch authentisch und ehrlich. Das haben wir an jeder Ecke und jedem Ende gespürt.

Was uns allerdings nicht gefallen hat war z.B. die sorglose Energieverschwendung (siehe Fenster, das sich nicht schließen lies) und die gedankenlose Umweltverschmutzung. Während meiner Arbeit an der Kasse bei Independent habe ich täglich mehrere hundert Plastiktüten gepackt. Viele Kunden wollten ein sogenanntes „Douple-Bagging“, also nochmal eine extra Tasche drum weil sie Angst hatten, dass die eine nicht hält. Viele sagten zwar entschuldigend, sie hätten Taschen im Auto…aber diese eben vergessen. Klar geht es uns auch oft so, aber in Kanada ist mir das schon extrem krass aufgefallen.

Was für mich noch hinzukam war, dass ich mit den anderen Reisenden bis auf wenige Ausnahmen nicht so richtig warm wurde. Unterwegs waren hauptsächlich Australier und Briten, deren Hauptzeitvertreib neben/nach der Arbeit in exzessiven Trinken und Kiffen bestand. Nicht dass ich etwas gegen ausgiebiges Feiern hätte, aber die Art und Weise war mir dann doch zu primitiv. Mir wurde bewusst, dass das, was ich bereits gelesen hatte, zu zutreffen scheint, nämlich dass die Reisenden in Asien sich ganz klar von denen im Rest der Welt unterscheidet.

Vielleicht waren wir auch zu kurz unterwegs – vielleicht haben wir uns nicht voll und ganz auf das Land und die Leute und das Abenteuer eingelassen – vielleicht hätten wir länger durchhalten müssen und sicherlich hätten wir Lösungen gefunden um länger bleiben zu können. Aber letztendlich haben wir uns entschlossen, zurück zu kehren.

 

WIEDER ZUHAUSE

Nicht zuletzt, weil wir bereits den Plan hatten, einen gemeinsamen Laden aufzumachen. Das haben wir 2016 geschafft und sind sehr stolz darauf.

Schaut auf http://gentlemanfox.wixsite.com/gentlemanfox oder https://www.facebook.com/gentlemanfoxtattoo/ vorbei und lasst uns ein Like da oder kommt sogar vorbei um uns Hallo zu sagen. Wir freuen uns auf euch!

 

 

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