Racoons im Aquarium? Oder doch Biber?

Nach einem guten Frühstück und erholsamer Nacht, entschließen wir uns die Umgebung südlich des Hostels zu erkunden und die Granville Street in die andere Richtung als unsere gewohnte und schon fast als Westentasche zu bezeichnende Gegend zu verlassen. Die Stadt wird ihrem nickname ‚Raincouver‘ nun wieder gerecht und es regnet quasi den ganzen Tag über in einer tour.

Unbeeindruckt vom Regen marschieren wir zum Granville Public Market, auf dem es allerlei zu sehen und natürlich zu erwerben gibt. Den Rat dort lieber nicht zu hungrig aufzuschlagen hätten wir mal lieber beherzigen sollen, denn die duzenden kleinen Stände bieten für jeden Geschmack etwas und gern hätten wir alles probiert. Letztendlich entscheiden wir uns für grilled cheese Sandwich und Burger, selbstverständlich auch mit Käse on top. 😉

Da der Markt direkt am Wasser gelegen ist beschließen wir die Rückfahrt per Waterbus in einem kleinen Boot anzutreten, um wieder in die Stadt zu kommen. Auf der Fahrt wurden wir von einer kleinen Robbe verfolgt die wohl dort im Hafen auf Futtersuche war. Kurz nach dem an-Land-gehen stoßen wir auf ungewöhnlich viele Scheinwerfer und Tageslichtleuchten am Strand entlang. Nach kurzer Nachfrage erfahren wir von der Security das wir am Set der Serie „The Flash“ sind, (läuft glaub‘ ich auf ProSieben). Also Augen auf vllt. kommen wir ja bald in’s Fernsehen. 😛

Grandville Island TourVancouver_wildlife

 

Nachdem am heutigen Mittwoch der Tag nur 20% Regenwahrscheinlichkeit bieten soll, wollen wir ihn für einen erneuten Besuch im Stanley Park nutzen. Mit seinen ca. 4.000qm Fläche bietet dieser noch reichlich Potential für Entdeckungstouren. Geplant ist die Waschbären zu besuchen, die sich um das dortige Teahouse tummeln sollen. Nach einem relativ kurzen Fußmarsch ist die Enttäuschung doch groß dass sich die Racoons leider nicht blicken lassen. Evtl. aufgrund dessen, dass das Teahouse bis zum 15. Januar geschlossen hat und deshalb auch keine Menschen da sind, von denen die kleinen maskierten Bären etwas abgreifen könnten.

Dann am besten direkt weiter zum mittig im Stanley Park liegenden Beaver Lake. Dieser ist über den dortigen Lovers Walk und einer kleinen Wanderung abseits der Wege direkt durch den dichten Wald mit seinen weit über 40m aufragenden Bäumen auch schnell erreicht. Der im See gut anderthalb Meter aus dem Wasser ragende Biberbau lässt darauf hoffen auch welche zu Gesicht zu bekommen. Aber wieder Fehlanzeige… außer ca 483 Enten, die sich auf dem See tummeln, nichts zu sehen von Bibern.

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Nach einer kurzen Pause am See, um vielleicht doch noch einen Biber zu sehen, gehen wir weiter südöstlich zum bekannten Vancouver Aquarium, um die Frequenz der gesehenen Tierwelt doch noch zu erhöhen.

Das Aquarium bietet neben lokaler Meeresbewohner und Pflanzen auch Bereiche zu allen anderen Ozeanen und ein Stück tropischen Wald mit Papageien, Schlangen und allerhand Krabbelgetier. Im Außenbereich gibt es Pinguine, Seelöwen und eine Beluga Familie, mit zwei ausgewachsenen ca 5m langen Elterntieren zu bestauen.

 

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Also trotz der gesuchten und nicht gefundenen Waschbären, doch noch genug zu sehen gekriegt. Yes !

Auf dem Rückweg haben wir ein kleines japanisches Restaurant mit ca 15 Sitzplätzen entdeckt,  das wir dank Claudis Magen und Bauchgefühl direkt betreten. Zum Glück sind wir nicht daran vorbei gegangen und haben uns nicht zum im Reiseführer um die Ecke beworbenen, größeren Japaner hinreißen lassen. Besser hätte mein erster Kontakt mit der japanischen Küche und mit Stäbchen essen nicht sein können. Das dort zubereitete Ramen war sowohl von der Menge als auch geschmacklich einfach überragend. Also wenn ihr grade in Vancouver in der Denman Street seid unbedingt im Kintaro Ramen vorbei schauen.

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