Roadtrippin’…to Fernie

 

1.100 Kilometer, 7 Städte , 2 Übernachtungs-Stopps

Das ist der grobe Umriss des Trips nach Fernie.

Nach der ersten Übernachtung in Aarons wohliger und hervorragend isolierter Bauchtasche, machten wir uns vom Walmart-Parkplatz, gegen 10 Uhr, auf Richtung Highway No 1, dem Trans-Canada-Highway. Mit über 8.000 km stellt der TCH sowohl die einzige durchgehende transkontinentale Straßenverbindung Kanadas, als auch die dritt-längste Straßenverbindung der Welt dar. Um die, für uns unglaublichen Entfernungen kurz zu erläutern: nach ca einem Drittel unserer Strecke änderte sich die Zeitzone. Von Pacific Time zu Mountain Time. Und unsere 1.000 km sind auf ganz Kanada gerechnet quasi kurz um die Ecke zum Bäcker fahren. 🙂

Dieser bot sowohl Erwartetes als auch Ungewöhnliches. Zu erwarten war die stupide, strickt gerade Straßenführung, die bei höchstens erlaubten 100 km/h, doch recht ermüdend sein kann, wobei es aber landschaftlich so viel zu sehen gab, dass Müdigkeit kaum eine Rolle gespielt hat. Anders als bei uns gewohnt, wird der Highway oft zur normalen Straße und führt direkt, ohne Abfahrt oder Zubringer, durch Städte und Dörfer. Manchmal ploppen auch ohne Voranmeldung mitten auf dem Highway Ampeln oder Kreuzungen auf.

Der erste Tag führte uns über Kamloops nach Salmon Arm dessen idyllische Lage, direkt am See, wir in der Dunkelheit aber leider nur erahnen konnten. Erschöpft rollten wir auf den dortigen Walmart-Parkplatz, der uns für eine weitere Nacht Obdach bot.

Morgens war es leider bedeckt, deshalb beschlossen wir die Stadt nicht wie geplant großartig zu erkunden und fuhren direkt weiter. Da wir uns auf die, wie der Name schon verspricht, heißen Quellen in Radium Hot Springs freuten. Zunächst aber stand Revelstroke auf dem Streckenplan.

Im dortigen 1-Dollar Shop suchten wir nach einem: rechda Veschperbrettle.  🙂 🙂 🙂 Leider wurden wir nicht fündig und begnügten uns mit zwei Ansichtskarten zur Erinnerung. Auf ging’s weiter nach Golden, von dem wir uns viel erhofften, denn immerhin heißt der Ort Golden!

Roadtrip Tag 3

In Golden angekommen – oder sollte ich sagen: bei den drei Häusern im Nirgendwo, war die Enttäuschung doch recht groß. Aber immerhin gab es einen beheizten Public Washroom…in einem Trailer…auf einem Hinterhof…und ein nettes Café, in dem die Trostlosigkeit des Ortes offensichtlich den Bewohnern auch auf die Laune schlägt. Also schnell ins Auto und weiter.

Am späten Nachmittag erreichten wir unser eigentliches Tagesziel, Radium Hot Springs. Dort wartete die zweite Enttäuschung des Tages. Aufgrund der bereits einsetzenden Dunkelheit, meist schon gegen 17 Uhr, haben wir die heißen Quellen leider nicht gefunden. Später erfuhren wir, dass die Quellen über den Highway 93 Richtung Osten, außerhalb des Ortes, zu erreichen gewesen wären. Wir fuhren aber leider nach Süden weiter. Naja, bad luck.

Kurzerhand wurde das Tagesziel geändert und wir fuhren weiter durch die Nacht bis Invermere.

Die Berge werden höher

An den fallenden Temperaturen bemerkten wir wie schnell wir nun doch die Rocky Mountains erklommen. In Invermere angekommen besorgten wir uns noch etwas zu essen und verbrachten die dritte Nacht bei minus zwölf Grad im Auto, wieder auf dem Parkplatz eines Supermarktes, was hier meist für eine Nacht kein Problem darstellt. Außerdem ist Aaron ja ein Stealth-Camper Van, der von außen wie ein normaler Cargo Van aussieht. 🙂

Rusty Moose in Invermere

Nach einem kurzen Frühstück im Circle Café ging es weiter, auf einen kurzen Abstecher, nach Cranbrook. Hier schlenderten wir durch den Walmart, Canadian Superstore und weitere kleine Geschäfte.

Der letzte Abschnitt der Strecke führte uns nun endlich nach Fernie, auf das wir große Hoffnung gesetzt haben.

pixlr_20160206121519420

 

 

Schreibe einen Kommentar